Jeden Monat geben wir in„Im Gespräch mit ...“einem der Kollegen von Wout Monseurs das Wort. Zum Auftakt dieser neuen Rubrik sprechen wir mit Faye, unserer Innenarchitektin. Sie erzählt ausführlich über ihre Arbeitserfahrungen, wie sie und ihre Kunden Inspiration finden und was die neuesten Trends im Bereich der Projektgestaltung sind.
Sie arbeiten bei Wout Monseurs als Innenarchitektin. Können Sie uns erklären, wie Ihre Arbeit aussieht?
Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich! Sie reicht von der Beratung zu einem bequemen Bürostuhl in unserem Showroom bis hin zur Erstellung eines kompletten Konzepts und Innenraumdesigns auf Grundlage der Kundenwünsche.
Was macht Ihre Arbeit so interessant, besonders oder herausfordernd?
Jeder Kunde hat seine eigene Geschichte und natürlich auch seine eigenen Wünsche, daher ist jeder Fall anders. Das in ein schönes Design oder ein passendes Bild für den Kunden umzusetzen, dafür arbeite ich jeden Tag.
Gibt es derzeit auffällige Trends im Bereich der Projektgestaltung?
Man sieht, dass Bürobegrünung immer häufiger zum Einsatz kommt. Auch der echte „heimische“ Aspekt am Arbeitsplatz gewinnt weiter an Bedeutung. Arbeitgeber legen mittlerweile Wert darauf, dass ihre Mitarbeiter in eine inspirierende Umgebung im Büro zurückkehren können, anstatt weiterhin von zu Hause aus zu arbeiten. Büros werden daher zunehmend so gestaltet, dass sie dies fördern.
Inwieweit wissen Kunden selbst schon, was sie bei einem Projektdesignauftrag wollen? Haben sie selbst schon eine grobe Vorstellung oder bestimmte Wünsche, oder haben Sie hier vor allem viel Freiheit?
Das ist unterschiedlich: Manchmal wissen Kunden genau, was sie wollen, und meine Aufgabe ist es, dieses Bild gut zu skizzieren und umzusetzen. Es kommt aber auch vor, dass der Kunde zwar eine ungefähre Vorstellung hat, aber noch nicht weiß, wie diese umgesetzt werden kann oder was in der Praxis alles möglich ist. Dann ist es eine zusätzliche Herausforderung, ihn mit dem Entwurf zu überraschen. Die begeisterten Reaktionen, die darauf folgen, sind sehr schön!
Was sind deine wichtigsten Inspirationsquellen? Und woher beziehen die Kunden von Wout Monseurs häufig ihre Inspiration?
Ich versuche immer, aktiv die Trends zu verfolgen und mich über die Entwicklungen und Veränderungen im Bereich der Projektgestaltung auf dem Laufenden zu halten. Kunden, die bereits genau wissen, was sie wollen, stöbern oft im Internet auf Plattformen wie Pinterest und LinkedIn. Anschließend geben sie häufig an, dass sie „das Gleiche“ oder „genau so etwas“ wie die Beispiele haben möchten, die sie gefunden und ausgewählt haben.
Welche (Büro-)Räume würden Sie am liebsten renovieren? Und warum?
Meine beiden Lieblingsbereiche sind der Großraumbüro selbst und die Kantine/das Betriebsrestaurant. Im Großraumbüro kann man wirklich eine Umgebung schaffen, in der gearbeitet werden kann, die aber auch Raum für Begegnungen, Entspannung und Besprechungen bietet. Es ist eine schöne Herausforderung, all diese Aspekte zu einem Ganzen zusammenzufügen.
Und die Kantine verwandelt sich bei größeren Unternehmen in ein echtes Betriebsrestaurant. Dieser Raum besteht nicht mehr nur aus einem einfachen Tisch mit Stühlen. Auch dieser Raum wird zunehmend in den Prozess der Gestaltung und Gemütlichkeit einbezogen.
Hat die Corona-Zeit noch eine Rolle bei den Entscheidungen gespielt, die jetzt bei der Projektgestaltung getroffen werden?
Auf jeden Fall! Durch die Corona-Pandemie haben wir unsere Arbeitsweise geändert, was sich auch in der Projektgestaltung widerspiegelt. Viele Arbeitnehmer haben sich inzwischen daran gewöhnt, monatelang konzentriert und allein zu Hause arbeiten zu müssen. Die Aufteilung der Büros verändert sich, wodurch das Büro zunehmend zu einem Ort der Begegnung wird. Es ist nicht mehr nur ein Ort mit einem Schreibtisch; wieder unter Menschen zu kommen, Kontakte zu knüpfen und vor allem mit Freude zur Arbeit zu gehen, das ist derzeit ein wichtiges Thema.
Welche Trends erwarten Sie in (naher) Zukunft im Bereich Innenarchitektur und Projektgestaltung?
Bei einigen Kunden sehe ich diese Veränderung bereits allmählich, aber ich gehe davon aus, dass auffällige Farben immer mehr in den Vordergrund treten werden. Lange Zeit wurden bei der Projektgestaltung eher sichere Farben, also Grundfarben, verwendet. Jetzt werden immer häufiger gewagte Farben eingesetzt, um sich von der Masse abzuheben. Farben, die beispielsweise zum Corporate Design des jeweiligen Unternehmens gehören, oder eine Akzentfarbe, die perfekt zum gewünschten Stil des Kunden passt. Wir werden sehen, dass immer mehr Kunden sich daran wagen werden.